Filmen mit DSLM und altem Objektiv via Adapter

film dslm adapter m42

Der Beispielfilm unten wurde mit einer Lumix GX80 und dem alten, russischen Objektiv:
Zenitar 1.7/50mm gemacht.
Verbunden war das M42 Objektiv mit einem günstigen Adapter.

Nicht nur das Fotografieren mit alten Objektiven hat seinen Reiz,
auch im Film kann man dem Charme vergangener Tage neuen Glanz verleihen. Auch hier heisst es offene Blende, in diesem Fall 1.7, sorgt für ein besonderes Bokeh aber führt zu unscharfem Hintergrund. Und mit der geschlossenen Blende, in diesem Fall 22, kann man den gesamten Bildbereich relativ scharf abbilden. Dafür braucht man aber auch gute Lichtverhältnisse.
Ich habe in meinem Beispielvideo beide Extreme ausprobiert.
Bei offener Blende war es relativ schwierig etwas entferntere Objekte scharf zustellen.

Natürlich muss man, wenn man wie in meinem Fall alte M42-Objektive verwendet, alles per Hand scharf stellen. Dies empfehle ich beim Filmen aber grundsätzlich.
Ich hatte aus meiner analogen Fotozeit noch einige alte M42-Objektive, habe mir aber in den letzten Jahren noch mehrere zugelegt. Man kann sich aber auch Adapter anderer Objektiv-Hersteller besorgen. Für Vollformatkameras, wie der Canon 5D lohnt sich die Anschaffung alter Nikon Objektive.

Bei der von mir verwendeten MFT-Kamera muss man den Crop-Faktor 2 berücksichtigen, d.h. aus meinem 50mm-Objektiv wird ein 100mm-Objektiv. Gerade habe ich ein Flektogon Objektiv von Carl Zeiss Jena 2,8x35mm erworben. Ich bin sehr gespannt und werde berichten. Neben dem oben genannten Zenitar, kann ich auch die Objektive von Helios empfehlen über die ich HIER schon mal berichtete.

Ein Spaziergang in schwarz-weiß

Fotos aus Dänisch-Nienhof, Steilküste Schleswig-Holstein

Schon in meiner analogen Fotografen-Zeit habe ich überwiegend Fotos in schwarz-weiß gemacht. Schwarz-weiß zeigt den Charakter, Farbe lenkt ab… das wäre wohl die einfache Formel auf die man meine Entscheidung herunterbrechen kann.

Schwarz-weiß Fotografie hat aber auch einen künstlerischen Faktor, wobei für die meisten Menschen Kunst sicher etwas mit Geschmack zu tun hat.
Ich persönlich habe beispielsweise gerne licht-empfindliche Filme verwendet und „Grobkörnigkeit“ sehr geschätzt. Im digitalen Zeitalter würde man Grobkörnigkeit eher mit „Bildrauschen“ übersetzen und dem Foto die Note „mangelhaft“ verleihen.

Hier nun eine kleine Auswahl digitaler Fotos mit teilweise nach-bearbeitetem grobkörnigem Effekt eines Spaziergangs in Dänisch-Nienhof.

Dänisch-Nienhof, Meer, SteilküsteDänisch-Nienhof, Meer, Steilküste, Schleswig-HolsteinDänisch-Nienhof, Meer, Schleswig-HolsteinDänisch-Nienhof, Steilküste, Schleswig-HolsteinDänisch-Nienhof, Meer, schroffe SteilküsteDänisch-Nienhof, Meer, Steilküste, schönes Schleswig-Holstein

Langzeitbelichtung – Das Spiel mit dem Licht bei Nacht

Jeder hat es schon einmal gesehen, dass typische Nacht-Stadtbild mit bunten Lichstreifen. Gemeint sind natürlich Autos, welche je nachdem ob von vorne oder hinten fotografiert weiß/gelbe oder rötliche Streifen hinter sich ziehen. Je länger der Licht-Streifen ist, desto länger war entweder die Belichtungszeit oder die Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
Ausrüstung:
Wichtig bei Langzeitbelichtung ist der Einsatz eines Stativs oder ähnlichem. Ein günstiges aber solides Einsteigermodell wäre z.B. das Cullmann Stativ (bei Amazon)
Des weiteren muss die Kamera natürlich eine Langzeitbelichtung ermöglichen. Um möglichst ein wackelfreies Bild zu erzeugen, könnte man sich für die Kamera auch eine Fernbedienung zulegen, oder hat die Kamera bereits Wlan – die passende App.
Motive:
Möchte man die oben bereits angesprochenen Effekte erzielen, konzentriert man sich auf bewegende, leuchtende Motive bei Nacht, wie Fahrzeuge aller Art, z.B. Autos, Züge, Schiffe oder startende und landende Flugzeuge. Neben Jonglierfackeln lassen sich auch mit Taschenlampen oder Feuerzeugen interessante Ergebnisse erzielen. Siehe Beispielbilder: „Feuertanz“ unten.
Aber auch Stills von beleuchteten Stadtszenen bei Nacht können eine tolle Atmosphäre erzeugen. (siehe Fotos)
Kameraeinstellungen:
Ein hoher ISO-Wert verursacht stärkeres Bildrauschen. Deshalb sollte dieser niedrig gehalten werden. Eine niedrige Blende z.B. 8-22 liefert eine gute Schärfentiefe.
Die Belichtungszeit kann, je nach Geschwindigkeit einer Bewegung z.B. Fackeln (ab 1/30sec), bis zu mehreren Sekunden andauern.

Die ersten 4 Fotos wurden ca. 2008 mit einer Nikon D60, die letzten 4 Bilder ca. 2013 mit einer Canon 70D gemacht.
So und jetzt „auf in die Nacht“ und das Stativ nicht vergessen.

Unterwegs mit Adapter auf DSLR – Analoge Objektive (1)

Es ist ein wenig wie damals, als man sich noch Zeit nahm ein Foto zu schießen.
Schraubt man via Adapter ein Objektiv mit M42 Gewinde an die DSLR-Kamera,
bedeutet dies man verzichtet auf Autofocus und automatische Belichtung.
Alles ist manuell einzustellen.
Da ich eigentlich auch eher ein Freund der Festbrennweite bin, habe ich mich
die Tage mit einem alten russischen Objektiv dem Zenit 1.7/50mm, auf den Weg gemacht.
Sehr entschleunigt.
Die große Blende zaubert hier ein wunderschönes Bokeh, während die kleine
Blende bekanntermaßen für mehr Tiefenschärfe sorgt.
Demnächst kommen einige Beispiele mit dem Helios 44M.
Adapter erhält man bereits für unter 10 Euro Beispiel f. Canon auf Amazon Objektive findet man bei Ebay/Kleinanzeigen.
Adapter gibt es für DSLM und DSLR.